21 Jahre später gibt es wiederum EM-Silber

Eine weitere Erfolgsmeldung für das Schweizer Badminton: Victoria Dübendorfer/Sofia Uvarova gewinnen an der U19-EM in Tatabanya die Silbermedaille – erst die topgesetzten Türkinnen im Final waren zu stark.

21 Jahre später gibt es wiederum EM-Silber

Nach verlorenem Startsatz gerieten Dübendorfer/Uvarova, die selber als Nummer 2 gesetzt waren, auch im zweiten Durchgang 2:7 zurück. Sie bewiesen aber wie im gesamten Turnier grossen Kampfgeist und holten bis zum 8:8 und 10:10 auf. Doch ihre Widersacherinnen Elifnur DemirZeynep Okacoglu konnten die Pace hochhalten bei gleichzeitig tiefer Fehlerquote. Nach 34 Minuten war die Partie vorbei, das Schlussresultat lautete aus Schweizer Optik 14:21, 14:21.

Kurz nach der Niederlage konnten die beiden Schweizerinnen, die von den Coaches Iztok Utrosa und Nicole Schaller betreut wurden, bei der Siegerehrung bereits wieder lachen – und dies zurecht: Trotz der fehlenden Krönung dürfen Dübendorfer/Uvarova stolz auf ihre Leistung sein. Es ist erst die zweite Schweizer Silbermedaille auf Stufe Nachwuchs-EM überhaupt: Vor 21 Jahren hatte Jeanine Cicognini im Dameneinzel ebenfalls den Final erreicht.

Dieser Erfolg reiht sich auch bestens ein in die Erfolge der letzten Jahre auf Nachwuchsstufe. Es ist die achte EM-Individualmedaille insgesamt, vier davon durfte Swiss Badminton seit 2022 feiern. 

🥉 2022: Lucie Amiguet/Vera Appenzeller (U19)
🥉 2023: Gaelle Fux/Anic Metzger (U17)
🥉 2024: Santiago Araujo (U15)
🥈 2026: Victoria Dübendorfer/Sofia Uvarova (U19)

Zuvor hatte Jeanine Cicognini 2005 U19-Silber gewonnen.

Dazu kommen drei Schweizer EM-Medaillen auf Elite-Stufe: Liselotte Blumer gewann 1980 Gold, Sabrina Jaquet 2017 Bronze und Jenny Stadelmann 2023 Bronze.

Der Aufschwung der letzten Jahre lässt sich auch in Zahlen festmachen: 62,5 Prozent der EM-Medaillen bei Nachwuchs und Elite wurden in den letzten vier Jahren erzielt.

Thomas Heiniger, der CEO von Swiss Badminton, freut sich sehr über diese Entwicklung:

«Die internationale Konkurrenz wird von Jahr zu Jahr stärker und diverser. Dass unsere Athlet:innen in diesem höchst kompetitiven Umfeld so konstant Top-Resultate erzielen, ist unglaublich. Der Dank geht an Victoria und Sofia für diese Glanzleistung, an alle Athlet:innen für ihr Engagement, an alle Eltern, Betreuungspersonen, Funktionär:innen und Trainer:innen für die langjährige, professionelle und motivierende Arbeit. Ihr seid grossartig!»

Hier geht es zu den Resultaten.