Sie trainieren normalerweise jeweils innerhalb ihrer eigenen Nationalkader – im Elite-Nationalkader, im Rollstuhl-Team, im Team der Standing-Kategorien oder im Gehörlosen-Team. Alle haben unterschiedliche Rahmenbedingungen, vertreten aber das Schweizer Badminton auf hohem Niveau im In- und Ausland. Vereint werden sie durch ihre gemeinsame Leidenschaft für den Badmintonsport.
So entstand die Idee zu einem ersten gemeinsamen Trainingstag. «Hauptziel ist es, dass die Athletinnen und Athleten sich und die unterschiedlichen Bedürfnisse besser kennenlernen», sagte Tina Kümpel, Leiterin Breitensport und Vereinsentwicklung von Swiss Badminton, die den Tag organisierte. Ermöglicht wurde der Anlass auch durch einen Inklusionsantrag bei Swiss Olympic. Vom Dachverband des Schweizer Sports waren Rita Albrecht Zander (Leiterin Inklusion) und Michèle Jäggi (Kommunikation) vor Ort.
Die Premiere stiess auf grosse Resonanz. 19 Athletinnen und Athleten sowie fünf Coaches waren am Sonntag im Sportcenter Thalmatt präsent und verbrachten einen spannenden und abwechslungsreichen Tag miteinander. Von der Kennenlernrunde und dem durchmischten Einspielen am Morgen über das gemeinsame Mittagessen bis hin zum spielerischen Turnier am Nachmittag: Es war ein gelungener Tag im Zeichen des Austauschs und des Sammelns neuer Erfahrungen. So machten die Elite-Athletinnen und -Athleten Erfahrungen im Sportrollstuhl, bestens instruiert von den Mitgliedern des Rollstuhl-Teams. Zudem spielten die Cracks für einmal auch mit einem Pamir oder einem Karton unter dem Arm, mit denen sie unterschiedliche Limitierungen simulierten..
Trotz der grossen Sommerhitze und einer gewissen Müdigkeit bei Einzelnen nach dem nächtlichen Fussball-WM-Konsum waren die Athletinnen und Athleten auch nach sechs Stunden noch mit vollem Engagement dabei. Anschliessend verabschiedeten sie sich herzlich und wie alte Bekannte voneinander. Kümpel zog nach der Premiere ein rundum positives Fazit: «Die Stimmung unter den Athletinnen und Athleten und unter den Coaches war hervorragend. Die Möglichkeit zum Austausch wurde rege genutzt und alle wissen nun viel mehr voneinander.» Dies bestätigte auch Dounia Pelupessy: «Es war toll. Ich hatte die anderen Athletinnen und Athleten vorher nicht persönlich gekannt und dieser Austausch ist für alle motivierend.»
Für 2027 ist eine Neuauflage geplant und der Anlass soll längerfristig institutionalisiert werden. Was bleibt, sind in jedem Fall viele schöne Erinnerungen an die Premiere sowie wertvolle neue Bekanntschaften.
Foto: moor media










