Der würdige Schlusspunkt folgte am Sonntagabend deutlich nach 19 Uhr. David Orteu/Maxime Pierrehumbert setzten sich im abschliessenden Final des Herrendoppels in drei Sätzen gegen Nicolas Franconville/Liano Panza durch. Dass es über die volle Distanz ging, war fast logisch – sie hatten schon die anderen drei Partien nach drei Sätzen gewonnen. So auch den Halbfinal nach einer Spielzeit von mehr als einer Stunde gegen die topgesetzten Yann Orteu/Minh Quang Pham.
Besonders erwähnenswert ist der Sieg auch, weil Maxime Pierrehumbert der unbestrittene «Marathon-Mann» des Wochenendes war. Für ihn war es bereits die achte Partie, da er auch den Final des Einzels erreicht hatte, wo schliesslich Nicolas A. Müller zu stark war. Kurz darauf schaffte er es aber noch einmal, letzte Reserven zu mobilisieren. «Ich fühle mich jetzt ein bisschen tot, aber das gehört dazu», sagte Pierrehumbert, der im Einzel-Halbfinal Patrick Zbinden niedergerungen hatte.
Nicolas A. Müller souverän zum zweiten Titel….
Nicolas A. Müller, seit kurzem im Schweizer Ranking die Nummer 1, bestätigte Position eins in der Setzliste. Vor dem Finalsieg gegen Pierrehumbert hatte er im Halbfinal Julien Scheiwiller bezwungen und damit die Hattrick-Träume seines Wohnungspartners beendet. Nach einer klaren anfänglichen Führung Scheiwillers hatte Müller das Szepter übernommen und war fortan der Chef im Court. Für Müller ist es der zweite Einzeltitel nach 2022.
…und Dounia Pelupessy ebenso souverän zur Premiere
Als Nummer 1 gesetzt, liess Dounia Pelupessy im gesamten Turnierverlauf nie Zweifel an ihren Ambitionen und ihrer Form aufkommen. Im Final besiegte sie auch die Turniernummer 2 Milena Schnider, die vorher ebenfalls keinen Satz verloren hatte, sicher. Pelupessy verdiente sich ihren ersten Meistertitel bei der Elite redlich, ihre Dominanz war erdrückend: in sechs von acht gespielten Sätzen gestand sie ihren Gegnerinnen weniger als zehn Punkte zu. Milena Schnider ihrerseits verlängerte mit der Finalqualifikation eine eindrückliche Serie – sie gewann ihre siebte SM-Einzelmedaille de suite.
Caroline Racloz mit zwei Titeln
Im Damendoppel gab es den «logischen» Ausgang: Lucie Amiguet/Caroline Racloz setzten sich in der Reprise des Vorjahres-Endspiels wiederum gegen Aline Müller/Ronja Stern durch. Die Weltnummern 64 ergänzten damit ihr noch junges, aber schon reiches Palmarès um einen weiteren wichtigen Eintrag und verteidigten damit ihren Titel erfolgreich. Wie viele andere Cracks des Nationalkaders haben auch sie kaum Erholungszeit: Bereits am Dientag stehen sie beim «International Challenge»-Turnier in Baku, Aserbaidschan wieder im Einsatz.
Racloz tritt die mehr als 3000 Kilometer lange Reise mit zwei Titeln im Gepäck an. Die Lausannerin hatte bereits das Mixed an der Seite von Yann Orteu gewonnen, in der Wiederholung des Endspiels von Reykiavik gegen Nicolas Franconville/Julie Franconville.
Eine rundum gelungene Rückkehr nach Winterthur
Die erste Elite-SM in Winterthur seit 1996 war ein voller Erfolg. Das engagierte OK rund um Präsidentin Rahel Scheibling überzeugte auf allen Ebenen und die moderne AXA-Arena wurde den hohen Erwartungen vollauf gerecht.
Die ganze Badminton-Schweiz kann sich im kommenden Jahr bereits wieder zwei Tage fett in der Agenda notieren: am 30./31. Januar 2027 findet die SM wieder an gleicher Stätte statt.
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