Die BLA steht erneut ganz oben

Die Badminton Lausanne Association entscheidet den hoch spannenden Interclub-Final gegen den BC Yverdon-les-Bains mit dem Gesamtskore von 9-6 für sich. Der Titelverteidiger gewinnt damit die dritte Meisterschaft in vier Saisons.

Die BLA steht erneut ganz oben
Die BLA steht erneut ganz oben

Es würde in Lausanne-Prilly ein langer Sonntagnachmittag werden, darüber herrschte in Fachkreisen Einigkeit. Schliesslich waren die beiden Teams in der Regular Season nahe beieinander gewesen und an diesen Kräfteverhältnissen hatte sich auch am Samstag nichts geändert. 4-4 stand es letztlich, dies bei 16-15 Sätzen für Lausanne und lediglich vier Punkten mehr für Yverdon (289-285).

Lausannes Blitzstart am Sonntag

Doch an diesem Sonntag schien die Ausgeglichenheit plötzlich verschwunden zu sein, obwohl beide Teams den genau gleichen Kräften vertrauten wie am Tag zuvor . David Orteu brachte die Gastgeber mit einem blitzsauberen Dreisatzsieg gegen Thibault Bernetti in Führung und parallel dazu siegten Alexander Dunn/Dounia Pelupessy gegen Lucas Corvée/Julie Franconville. Beide dieser Partien waren am Samstag noch an Yverdon gegangen.

2-0 hiess es also aus Lausanner Sicht – kein Vergleich zum 0-3 und 1-4-Zwischendefizit am Vortag. Und dass Selbstvertrauen Flügel verleiht, sah man im Spitzeneinzel der Herren. Aria Dinata, am Samstag chancenlos gegen Kalle Koljonen, fan diesmal das richtige Gegenmittel gegen den Finnen und siegte in vier Sätzen. Es war bereits das 4-0 , hatte doch wenige Minuten zuvor das Lausanner Doppel Milosz Bochat/Maxime Pierrehumbert auch den zweiten Vergleich gegen Lucas Corvée/Anthony Dumartheray ohne Satzverlust für sich entschieden.

Damit war die Lage für Yverdon fast aussichtslos, aufgeben wollten die Gäste aber nicht. Cloé Brand/Maike Fruergaard Sörensen spielten gegen die Lausanner Ersatzspielerinnen Eva Cachot/Cléo Latella den Pflichtsieg ein und kurz darauf verkürzten Fabien Delrue/Nicolas Franconville mit einem Fünfsatz-Erfolg gegen Alexander Dunn/Robin Gerber auf 2-4. Auch hier war es eine gelungene Revanche, der Erfolg von Dunn/Gerber am Samstag blieb aber im Nachhinein mitentscheidend – sie hatten einen Matchball abgewehrt und verhinderten so den Heimsieg Yverdons.

Dounia Pelupessy glänzt unter Druck

Nun war Lausannes Leaderin unter ziemlichem Druck, auch wenn die BLA mit Maxime Pierrehumbert (gegen Lorrain Joliat) noch einen weiteren Trumpf in der Hinterhand hatte. Dounia Pelupessy liess sich aber vom Satzrückstand gegen die stets schwierig zu spielende Julie Franconville nicht beirren, und sie zeigte in den wichtigsten Phasen ihr bestes Badminton. Nach ihrem verwerteten Matchball brachen in der renovierten Halle alle Dämme.

Lausanne bestätigt damit seine ligaweite Dominanz auch Im Duell der beiden besten Teams der Regular Season. Nach 2023 und 2025 ist es der dritte Titel in den letzten vier Jahren und das Team überzeugte vor allem durch grosse Breite im Kader – und konnte so auch die verletzungsbedingten Absenzen der Elite-Nationalkadercracks  Minh Quang Pham und Caroline Racloz wegstecken. Yverdon braucht sich indes nicht zu grämen, und kann trotz der Niederlage auf eine gelungene Spielzeit zurückblicken.  Nach 2024 war es bereits die zweite Finalteilnahme in kurzer Zeit.

Matchwinner des Wochenendes waren für Lausanne Pierrehumbert und Pelupessy mit je drei Siegen. Bevor es nach der Medaillenübergabe durch Swiss-Badminton-Präsident Robbert de Kock und Zentralvorstandsmitglied Olaf Stern sowie den obligaten Gruppen- und Einzelbildern zur Teamfeier ging, analysierte Pierrehumbert die Geschehnisse: «Wir wussten nach dem 4-4, dass all Spiele umkämpft sein würden. Wir haben versucht, unser Bestes zu geben und haben sehr gut begonnen. Nach dem 4-0 fehlte nur noch ein Punkt und den hat Dounia schliesslich geholt.» 

Dounia Pélupessy iherseits lobte vor allem den Willen im Team. «Wir waren alle bereit, zu kämpfen, um die fünf Siege zu holen, aber es war extrem ausgeglichen und die Partien hätten auf beide Seiten kippen können.» Die Schweizer Meisterin, die in letzter Zeit viel kompletter gworden ist,  steuerte insgesamt 14 Punktgewinne bei, ebenso wie Dunn, Pierrehumbert brachte es als interner Dritter auf 13 Punkte.

Hier siehst du die Resultate vom Wochenende.