21:19, 16:21, 21:19 lautete das Schlussresultat aus Sicht der Franconvilles. Sie verbuchten damit gesamthaft einen Punkt weniger, entschieden aber die Mehrheit der «big points» für sich. So auch in der Schlussphase, als es noch einmal eng wurde. 16:11 hatten die Schweizer schon geführt, ehe die Weltklasse-Doppelspielerin Stoeva und ihr Partner noch einmal aufkamen. Die Franconvilles blieben aber nervenstark und verwerteten nach 50 Minuten ihren ersten Matchball.
Damit haben sie sich ein «Luxus-Bonusspiel» verdient: Ihre nächsten Gegner sind Jiang Zheng Bang/Wie Ya Xin, die Weltranglisten-Zweiten aus China. «Es ist toll, das wir nun gegen das zweitbeste Paar der Welt spielen dürfen. Wenn wir nur eine kleine Chance haben wollen, müssen wir alles besser machen als heute», sagt Nicolas Franconville. Mit einem breiten Lachen – erfüllt haben er und seine Schwester sowieso.
In drei Sätzen ausgeschieden ist dagegen Dounia Pelupessy. Die Schweizer Meisterin gewann den ersten Satz gegen die Neuseeländerin Shaunna Li 21:18, anschliessend erwies sich die Linkshänderin aus Ozeanier aber als solider. Pelupessy hatte Schwierigkeiten, sich auf die Bedingungen im Indira-Gandhi-Indoor-Stadium einzustellen, sagte sie anschliessend: «Ich hatte noch nie in einer so grossen Halle gespielt und es fühlte sich wie ein anderer Sport an.»
Nicht mehr dabei ist auch Tobias Künzi. Der Aargauer Olympiateilnehmer fand gegen den starken jungen Amerikaner Garret Tan erst nach eineinhalb Sätzen besser in Spiel – für eine Wende war es da aber zu spät. «Vielleicht hat sich meine mangelnde Matchpraxis bemerkbar gemacht», sagte Künzi, nachdem er sich gutt ins Spiel hineingekämpft hatte. Durch die Niederlage verpasste er ein Rendezvous mit Lokalmatador Lakshya Sen.
Das wunderbare Ausrufezeichen der Franconville-Geschwister
Nicolas und Julie Franconville haben bei ihrem bisher grössten gemeinsamen Auftritt vollkommen überzeugt. Die beiden Romands besiegten in Delhi der WM-Startrunde das erfahrene bulgarische Paar Evgeni Panev/Gabriela Stoeva.










