Dounia Pelupessy riss das Publikum in der St. Jakobshalle richtiggehend mit. Gegen Line Christophersen (BWF 20), die Nummer 3 Europas auf der Weltrangliste, gewann die Schweizer Meisterin den ersten Satz und hielt auch im Entscheidungssatz bestens mit und führte sogar noch 15-13. Dann setzte sich die grössere Routine der Dänin doch noch durch.
Kurz nach dem Spiel überwog bei Pelupessy verständlicherweise die Enttäuschung, ihre Analyse fiel aber differenziert aus. «Es ist schwierig, die Niederlage zu akzeptieren. Ich hätte noch etwas mehr machen können, wenn ich etwas stabiler gewesen wäre. Sie hat vor allem im zweiten und dritten Satz die Schlüsselpunkte besser gespielt. Insgesamt betrachtet darf ich mit meiner Leistung aber sicher zufrieden sein.»
Julien Scheiwiller legte gegen Yushi Tanaka (BWF 20) ebenfalls einen Blitzstart hin und führte 11-2 und 20-13. Danach machte es der Ostschweizer spannend, verwertete schliesslich aber den achten Satzball zum 22-20. Anschliessend konnte der erfahrene Japaner aber sein Niveau halten und sich doch noch durchsetzen. «Ich bin genau so gestartet, wie ich es mir vorgenommen hatte», sagte Scheiwiller, «ich war schnell auf den Beinen, habe mich gut bewegt und ihn wohl auch überrascht. Er hat dann aber seine Qualität schon noch gezeigt. Ich kann aber viel Positives mitnehmen.»
Es waren die knappen Niederlagen Nummer drei und vier, nach denen von Milena Schnider und Lucie Amiguet/Caroline Racloz am Vortag – die Schweizer Delegation war gegen diese Top-Konkurrenz so nahe dran wie selten.
Klar verloren einzig die Geschwister Franconville im Mixed. Sie waren gegen ein sehr schnell spielendes Duo aus Taiwan immer wieder vom Tempo überfordert und kamen nicht dazu, ihr Spiel zu spielen. Es sei frustrierend, sagte Julie Franconville und Nicolas Franconville fasste es so zusammen: «Heute hat es bei uns an allem gefehlt.»
Dounia Pelupessy und Julien Scheiwiller fordern Top-20-Cracks alles ab
Die Yonex Swiss Open 2026 sind für das Schweizer Team am Mittwochabend zu Ende gegangen. Dounia Pelupessy und Julien Scheiwiller waren aber gegen Top-Widersacher nahe am Sieg.











