«Meine Zwischenbilanz fällt sehr positiv aus»

Seit dem 1. Juli ist Thomas Heiniger CEO von Swiss Badminton. Im Interview spricht er über seine ersten Erfahrungen in der neuen Funktion.

«Meine Zwischenbilanz fällt sehr positiv aus»

Thomas Heiniger, du bist seit dem 1. Juli Geschäftsführer von Swiss Badminton. Wie fällt deine Zwischenbilanz nach etwas mehr als 100 Tagen aus?

Sehr positiv – und das liegt an einer Vielzahl von Gründen. Die Übergabe war von meiner Vorgängerin Simone Ramsauer bestens vorbereitet, und der Zentralvorstand unterstützt mich tatkräftig. Ich kann auf ein eingespieltes Team mit grossem Einsatz und ausgeprägtem Teamgeist zählen. Zudem spüre ich viel Rückhalt dank dem Engagement unserer ehrenamtlich tätigen Mitglieder.

Natürlich gibt es viele kleinere und grössere Herausforderungen. Gleichzeitig durften wir schon einige Zwischenerfolge feiern – sportlich und organisatorisch. Es ist nicht immer einfach, richtig zu priorisieren. Aber ich bin überzeugt, dass wir dank einer starken Schweizer Badminton-Community für alle Probleme eine Lösung finden.

Ein grosser Brocken war der letzte Teil der Umsetzung der neuen Webseite und der Mitgliederverwaltungssoftware Hitobito. Wie gross war der Stein, der dir vom Herzen fiel, als Anfang September der offizielle Startschuss fiel?

Er war gigantisch. Das Projekt hatte uns lange beschäftigt und viel Zeit beansprucht. Leider wurde die Freude über den Launch durch einige Anfangsschwierigkeiten getrübt, die wir nun Schritt für Schritt beheben. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem Look, den Funktionalitäten und den erreichten Prozessoptimierungen. Ich bin überzeugt, dass wir mit den neuen Systemen die Badmintonschweiz und ihre Vereine künftig noch besser unterstützen können.

Du kennst die Schweizer Badminton-Landschaft aus dem Effeff. Was waren bislang die grössten Herausforderungen für dich?

Neben den üblichen Herausforderungen in einer neuen Rolle war es sicher meine vorübergehende Doppelbelastung als Geschäftsführer und Ausbildungsverantwortlicher. Es fiel mir schwer zu akzeptieren, dass ich weniger Zeit in die Ausbildung investieren konnte, als ich wollte.

Ein grosser Dank geht an das J+S-Expert:innenteam, das in diesem Jahr einen tollen Einsatz geleistet hat – insbesondere bei der Entwicklung der neuen Foundation- und Talent-Kurse. Ich freue mich sehr, dass unser Team seit dieser Woche mit dem neuen Ausbildungschef Robin Gerber komplett ist.

Du warst bislang mit Leib und Seele Ausbildungsverantwortlicher. Was bereitet dir aktuell am meisten Freude?

Ganz klar die intensivere Zusammenarbeit im Team – und dazu zähle ich nicht nur unsere Angestellten. Es macht grosse Freude zu sehen, mit wie viel Energie sich alle Beteiligten für das Schweizer Badminton engagieren. Ihnen meine Unterstützung anzubieten und den Überblick über das grosse Ganze zu behalten, ist sehr spannend und bereichernd.

Welche Hauptaufgaben stehen in den nächsten Monaten an?

An erster Stelle steht das Finetuning der Webseite und der Mitgliederverwaltungssoftware, damit die Administration bald so effizient läuft, wie wir uns das wünschen. Daneben warten viele weitere spannende Aufgaben auf uns: die Durchführung nationaler und internationaler Anlässe, das Projekt «Optimierung der Wettkampflandschaft» oder das neue Verbandsfördermodell von Swiss Olympic – und vieles mehr. Ich freue mich, jede einzelne dieser Aufgaben gemeinsam mit dem Team anzupacken.