Als das Schweizer Team Anfang Woche das Flugzeug in Richtung Japan bestieg, tat es dies bestens vorbereitet. Vor kurzem fand ein gemeinsames Trainingsweekend statt, bei dem unter anderem der ehemalige Schweizer Elitemeister Christoph Heiniger als Sparringpartner wirkte. Zudem haben die Spieler an Individualturnieren an ihrer Form gefeilt.
Bezüglich der Chancen wagt Nationaltrainerin Sabrina Zander noch keine Prognosen: «Es ist schwer, das Leistungsvermögen der anderen Nationen einzuschätzen.» Wie überall in der Weltsportart Badminton wird auch hier mit den Asiaten zu rechnen sein. Zander ist aber optimistisch: «Wir müssen uns sicher nicht verstecken.» An der EM in Brünn gab es dank Baldeggers Gold im Einzel und Bronze durch Baldegger/Marvin Müller zwei Medaillen.
Heute Samstag findet die Eröffnungsfeier statt, morgen die ersten Wettkämpfe in der Keio Arena, die bis zu 10 000 Zuschauenden Platz bietet. Das Individualturnier dauert bis zum 21. November. Nach den Gruppenspielen qualifizieren sich die besten zwei jeder Poule für die K.o.-Phase. Der Teamevent wird anschliessend ohne die Schweiz ausgetragen, die noch keine weibliche Athletin auf diesem Niveau hat.
Die Deaflympics werden seit den 1920-er-Jahren ausgetragen. Badminton figuriert seit 1985 im Programm und damit in Tokio zum elften Mal. Die Schweiz entsendet insgesamt neun Athlet:innen nach Japan, verteilt auf fünf Sportarten. Nebst Badminton, das die zahlenmässig grösste Gruppe bildet, sind Leichtathletik, Sportschiessen, Judo und Orientierungslauf vertreten. Total gemeldet sind 3081 Sportler:innen aus 81 Nationen hinzu kommen 2341 Offizielle – ein Teilnahmerekord an Deaflympics.
Hier siehst du die Tableaux.
Schweizer Badminton-Trio an den Deaflympics
Drei Athleten vertreten die Schweiz im Badminton an den Deaflympics in Tokio. Zeno Baldegger, Marvin Müller und Danny Müller stehen ab Sonntag an den Weltspielen der Gehörlosen im Einsatz.











