Das Mädchenförderungs- und -integrationsprojekt «Supergirls play Badminton» ist in seinem rund einjährigen Bestehen schon auf grosse Resonanz gestossen. 13 Events haben bisher von Adliswil bis Vufflens, von Bern bis Weinfelden stattgefunden und mehrere Hundert junger Mädchen haben so einen spielerischen Zugang zum Badminton gefunden. Für die nächste Zeit sind bereits wieder Anlässe in Burgdorf und zum zweiten Mal in Weinfelden geplant. Und im gleichen Stil soll es weitergehen: «Bis nächsten Sommer möchten wir bei etwa 30 Events sein», sagt Nicola Schneiter, der Leiter Kindersport und Vereinsentwicklung bei Swiss Badminton.
Wir beantworten hier und im nachfolgenden Video einige der wichtigsten Fragen:
An wen richtet sich das Projekt?
An alle Mädchen, die Badminton spielen möchten. Im Vordergrund stehen dabei jene Mädchen mit Migrationshintergrund. Neben dem Spass am Sport ist auch die Integration zentral. Durch die Tatsache, dass, wenn immer möglich ein Mädchen aus dem Club ein Team zusammen mit einem Mädchen bildet, das noch nicht im Club ist, entsteht eine spannende Mischung. Immer wieder bildet dieser Anlass so auch die Basis für neue Freundschaften.
Sind die organisierenden Vereine auf sich allein gestellt?
Überhaupt nicht. Swiss Badminton steht mit Rat und Tat, einem detaillierten Ablaufplan, dem nötigen Material sowie bei Bedarf auch mit personellem Support zur Seite. Zudem organsiert Swiss Badminton eine Trainerin, welche am Event für die Durchführung des Trainings verantwortlich ist. Die Clubs sind für die Räumlichkeit besorgt, machen mittels vorgefertigten Flyern Werbung bei interessierten Girls, und stellen zusätzliche Helferinnen und Helfer.
Was bringt ein solcher Anlass dem Club?
Einen coolen Anlass und mit ziemlicher Sicherheit neue Mitgliedschaften von jungen und motivierten Mädchen. An jedem Ort, wo die Events bisher durchgeführt wurden, gab es Girls, die anschliessend weitere Schnuppertrainings besucht und sich nachher für einen Eintritt in den Club entschlossen haben. Sobald sie dies tun, bekommen sie von Swiss Badminton ein gratis Racket und der Verband übernimmt zusätzlich die Verbandsmitgliedschaft im ersten Jahr.
Welche Startzeiten haben sich bewährt?
Das Alter der teilnehmenden Mädchen variiert von 5 bis etwa 16 Jahre. Gerade weil einige der Kids noch ziemlich jung sind, sind frühe Startzeiten von Vorteil, zum Beispiel 17.30 Uhr oder 18 Uhr. Aufgrund der Tatsache, dass es am Wochenende oft schwieriger ist, Trainerinnen zu finden, da diese dann oft selber im Wettkampf-Einsatz stehen, empfehlen wir eher einen Abend von Montag bis Freitag. Im Idealfall findet an diesem Abend bereits ein Juniorentraining statt, so wird sichergestellt, dass die Mädchen vom Club sicher vor Ort sein werden.
Geht das Echo über die Sportart Badminton hinaus?
Absolut. Das Projekt ist bereits für drei Awards nominiert worden. Zuerst für je einen vom internationalen und europäischen Badminton-Verband und schliesslich auch für den Swiss Diversity Award, den Swiss Badminton dann im September an einem Gala-Abend im Berner Kursaal überreicht erhielt. Zudem haben auch bereits andere Sportarten ihr Interesse bekundet, so durfte das Projekt beispielsweise bei Swiss Tennis vorgestellt werden.











