Wie wichtig der Einzug in die Runde der letzten 16 für ihn persönlich gewesen ist, lässt sich nur erahnen: Tobias Künzi legte sich in der Halle auf den Boden und feierte den Sieg überschwänglich. Der Mann, der nur selten grosse Emotionen zeigt, hatte sich den Erfolg hart erkämpfen müssen. Künzi brauchte insgesamt 63 Minuten, um den Slowaken Milan Dratva mit 21:17, 10:21, 21:19 zu bezwingen. Insbesondere der zweite Satz war aus Künzis Sicht etwas gar schnell verloren gegangen. In der Schlussphase entschied der vierfache Schweizer Einzel-Meister aber die Mehrheit der wichtigen Punkte für sich.
Bis jetzt bedeutete die Runde der letzten 16 für Künzi stets Endstation – zweimal indes äuserst knapp. 2022 gegen den Dänen Hans-Kristian Vittinghus und 2023 gegen den Israeli Misha Zilberman- unterlag Künzi erst nach Matchbällen und verpasste so den erstmaligen Einzug in die Top 8 Europas hauchdünn. Nun wird die Aufgabe erneut steinig: Künzi trifft auf den topgesetzten Dänen Anders Antonsen.
In einem Marathonspiel ausgeschieden ist Julien Scheiwiller in seiner Auftaktpartie. Der Ostschweizer unterlag dem technisch starken Polen Dominik Kwinta in einer intensiven und abwechslungsreichen Partie, die den physischen Ressourcen beider Spieler alles abforderte, nach einer Spielzeit von 67 Minutenknapp in drei Sätzen.
Damit hat die Schweiz am Donnerstag noch drei Eisen im Feuer. Ebenfalls um den Viertelfinaleinzug spielen Milena Schnider und Yann Orteu/Minh Quang Pham und auch auf sie warten sehr schwierige Aufgaben: Die Zürcherin misst sich mit der Dänin Line Christophersen und die Romands fordert die Briten Ben Lane/Sean Vendy. Beide sind die Nummern 2 der Setzliste.
Hier siehst du alle Tableaux.











