Turnierreglement

Turnierreglement mit Korrekturen als PDF (12.2025)

Einleitung

Swiss Badminton, vertreten durch den Zentralvorstand (ZV), erlässt gemäss Statuten alle notwendigen Reglemente. 

Diese Reglemente sind ab in Krafttreten für die gesamte Saison gültig. Sollten offensichtliche Unverständlichkeiten, Unklarheiten oder Missverständnisse auftreten, so können diese Reglemente bis spätestens 31. Oktober der laufenden Saison ergänzt oder revidiert werden. In diesem Falle tritt die revidierte Version auf die zweite Saisonhälfte hin in Kraft, oder früher, wenn das der Zentralvorstand so entscheidet.

Der Zentralvorstand ist berechtigt, bei ausserordentlichen Situationen Anpassungen vorzunehmen bzw. Entscheidungen zu treffen, die ihm als notwendig und sinnvoll erscheinen.

 

Teil 1 Allgemeine Bestimmungen 

1. Geltungsbereich und Begriffe

  1. Dieses Reglement gilt für alle Turniere, die von Swiss Badminton (SB) und/oder von dessen Mitglie-dern veranstaltet werden.
    Die Bedingungen für die Teilnahme von lizenzierten SB Mitgliedern an internationalen Turnieren der Badminton World Federation BWF und von Badminton Europe (BEC), die nicht dem Nationalkader angehören, sind in einem eigenen Reglement festgelegt.
  2. Alle Turniere gemäss Ziff. 1.1.1 sind Wettkampfveranstaltungen, die nach den offiziellen Spielregeln der BWF und den Anpassungen / Ergänzungen von SB ausgetragen werden müssen.
  3. Offizielle Turniere sind Anlässe, die für die Klassierung und das Ranking zählen und an welchen nur lizenzierte Spieler:innen zugelassen sind. Diese Turniere müssen mit RT (Erwachsene, Erwachsene + JuniorInnen) beziehungsweise RTJ (nur JuniorInnen) gekennzeichnet werden.
  4. Die Bedingungen für die Teilnahme an der Swiss Badminton Juniors Series (SBJS) sind in einem eigenen Reglement festgelegt.
  5. Als nicht offizielle Turniere gelten alle übrigen Turniere, insbesondere
    1. Turniere, die ausschliesslich für Nichtlizenzierte durchgeführt werden;
    2. Turniere, die ausdrücklich als „Plauschturniere“ bezeichnet werden;
    3. Turniere / Meisterschaften, die ausdrücklich für Schüler:innen bezeichnet werden.
  6. Die Auswertung offizieller Turniere erfolgt nach den Bestimmungen des Klassierungs- und Ranking-Reglements.

2. Teilnahmebedingungen

  1. Bei offiziellen Turnieren sind nur Spieler:innen zugelassen, die im Besitz einer gültigen Lizenz von SB sind. Werden Ausländer:innen ohne SB-Lizenz zugelassen, so muss dies in der Turnierausschreibung festgehalten werden.

    Für den Fall, dass sich Doppelpaare aus schweizerischen und ausländischen Spieler:innen zusammensetzen, ist es notwendig, dass diese ausländischen Spieler:innen in der SB-Datenbank aufgeführt sind, damit die gewonnenen. 

    Punkte für die Rangliste der Schweizer Spieler:innen angerechnet werden können. Andernfalls werden diese Punkte für das Ranking nicht berücksichtigt.

  2. Hat bei einem Turnier ein/e Spieler:in nicht mindestens den Status "aktiv", und wird vom Organisator manuell hinzugefügt, so verrechnet SB die Höhe dieser Mitgliedschaft direkt der betroffenen Person. Dieser Text muss bei jeder Turnierausschreibung aufgeführt sein.
  3. In der Schweiz nicht klassierte Spieler:innen sind derjenigen Stärkeklasse zuzuordnen, die ihrer Spielstärke entspricht. Im Zweifelsfalle sind sie der höheren Klasse zuzuordnen.
  4. Ein/e Spieler:in oder ein Paar darf pro Disziplin nur einmal teilnehmen.
  5. Bei Paaren mit Spieler:innen unterschiedlicher Klassierung muss dieses Paar in die Klassierung des/der besser klassierten Spieler:in spielen.
  6. Es dürfen nur nach Altersklassen abgestufte Disziplinen veranstaltet werden, die mit den Alterskategorien von SB übereinstimmen. Abweichungen davon können von SB bewilligt werden.
  7. Die Zahl der Teilnehmenden kann begrenzt werden. Wenn in der Ausschreibung nicht anders vermerkt, werden die gemäss Rankingliste SB am schlechtesten klassierten Spieler:innen/Paare einer Disziplin zurückgewiesen. Bei Spieler:innen/Paaren mit gleichem Ranking entscheidet das Los. Bei Abweisungen müssen bereits bezahlte Einschreibegebühren und andere finanzielle Leistungen zurückerstattet werden.
  8. Derart ausgeschlossene Spieler:innen/Paare können auf eine Warteliste gesetzt werden und bei allfälligen Abmeldungen nachträglich ins Turniertableau aufgenommen werden.
  9. Die Turnierorganisierenden haben das Recht, eine Mindestbeteiligung pro Disziplin festzulegen. Dies ist in der Turnierausschreibung bekannt zu geben. Wenn weniger Anmeldungen eintreffen, so kann auf die entsprechende Disziplin verzichtet werden.
  10. Ein/e Spieler:in kann nur einmal pro Disziplin teilnehmen und zwar nur in den folgenden Disziplinen:
    1. Spieler: Herreneinzel, Herrendoppel, Mixdoppel (als Herr)
    2. Spielerinnen: Dameneinzel, Damendoppel, Mixdoppel (als Dame)
  11. Bei regionalen Junior:innen-/ Schüler:innenturnieren kann der Organisator, bis zur Kat. U15, gemischte Doppel in der Disziplin Herrendoppel und Damen beim Herreneinzel zulassen (dies muss bei der Turnieranmeldung vermerkt sein).
    In diesen Fällen erhalten die betroffenen Paarungen bzw. Spieler:innen keine Rankingpunkte.

3. Vorgehensweise vor dem Turnier

  1. Ein Ablaufschema zum Organisieren eines RT-Turniers ist im Anhang 1 zu finden.
  2. Die empfohlenen Termine für die einzelnen Ablaufschritte sind dort ersichtlich.
  3. SB kann ein Datum für wichtige, offizielle Anlässe sperren, wenn die Veranstaltung von nationaler oder internationaler Bedeutung ist.

4. Turnierausschreibung

  1. Nach der Turnierfreigabe von SB kann die Turnierausschreibung erfolgen. Diese sollte nachfolgende Punkte enthalten:
  • Name des Turniers, mit RT als ersten Buchstaben
  • Turnierorganisation: Name, ev. Webseite
  • Kontaktadresse: Name, Adresse, Telefon, E-Mail
  • Datum des Turniers und Spielzeiten
  • Turnierort, Hallenbezeichnung, Adresse
  • Spielberechtigung
  • Hinweis auf Lizenz-Obligatorium
  • Zulassungsbeschränkungen
  • Turniermodus
  • die höchste zur Austragung gelangende Disziplin (z.B. TOP oder A...)
  • allfällige minimale/maximale Anzahl Teilnehmende pro Disziplin (vgl. 1.2.5 bis 1.2.8)
  • Referee: Name, ev. E-Mail / Telefon
  • Meldeschluss
  • Datum der Auslosung
  • Einschreibegebühr
  • Hinweis auf Einsatz von Schiedsrichter:innen
  • zu verwendende Shuttles
  • Versicherung der Teilnehmenden

 

Teil 2 Organisation

1. Turnierorganisation

Für die Organisation und das Management der RT-Turniere muss die offizielle Software von SB eingesetzt und angewendet werden. Diese Software ist Tournament Software von Visual Reality. Die Höhe der Gebühr für die Benutzung von Tournament Software ist im Dokument Verbandsbeiträge von Swiss Badminton geregelt.

2. Turnierverantwortung

Die Turnierorganisierenden sind verantwortlich für die einwandfreie administrative, organisatorische und technische Vorbereitung und Durchführung des Turniers, für einwandfreie Spielanlagen und Bedingungen.

3. Den Turnierorganisierenden obliegt insbesondere:

  1. die Zusammenarbeit mit dem Referee und dessen/derer Unterstützung bei der Erfüllung der Aufgaben;
  2. in Zusammenarbeit mit dem/der Referee das Setzen der Spieler:innen und, nach dem Auslosen der Spieler:innen durch den/die Referee, das Erstellen der entsprechenden Spieltableaus;
  3. die rechtzeitige Publikation des Spiel- und Zeitplans;
  4. Sofortige Publikation der vollständigen Resultate nach Beendigung der Wettkämpfe;
  5. Meldung der unentschuldigt ferngebliebenen Spieler:innen muss innerhalb von 48 Stunden nach Beendigung der Wettkämpfe an SB erfolgen;
  6. das Bereitstellen eines Raumes für die Dopingkontrolle gemäss den Bestimmungen von Antidoping Schweiz.

4. Referee

  1. Bei nationalen und überregionalen Klassierungsturnieren muss ein Referee eingesetzt werden. Dieser wird von der BSVS bestimmt.
  2. Als Referee dürfen nur Personen eingesetzt werden, die von der BSVS als Referee anerkannt sind. Ein Referee darf am Anlass selbst keine anderen Aufgaben der Turnierorganisierenden übernehmen, weder als Spieler:in am Anlass aktiv teilnehmen noch als Schiedsrichter:in, Aufschlag- oder Linienrichter:in tätig sein.
  3. Der/die Referee hat die Oberaufsicht über das ganze Wettkampfgeschehen eines Turniers und handelt gemäss den Bestimmungen der BSVS.
  4. Der/die Referee hat Anspruch auf eine Entschädigung. Diese geht zu Lasten der Turnierorganisation.
  5. Bei regionalen Klassierungsturnieren ist es nicht zwingend erforderlich – auch wenn es empfohlen wird – eine/n Referee zu haben. Wenn dieser Fall eintritt, sind die Turnierorganisierenden vom Spielbetrieb ausgeschlossen.
    Ohne Referee sind die Turnierorganisierenden für die Auslosung, den Spielplan und die Spielweise sowie die Veröffentlichung am Turnierende verantwortlich.

5. Anforderungen an die Spielanlage

  1. Die Anforderungen an die Spielanlage hat den geltenden Spielregeln zu entsprechen.
  2. Bei Beleuchtung durch Tageslicht müssen auf dem ganzen Spielfeld gute Sichtverhältnisse bestehen. Direkte Sonneneinstrahlung auf die Spielfelder ist, wo nicht zumutbar, abzuschirmen.
  3. Für internationale Turniere gelten die Bestimmungen der BWF.

6. Anmeldung der Spieler:innen

  1. Eine Anmeldung ist gültig, wenn sie fristgerecht und vollständig erfolgt ist.
  2. Für die RT-Turniere muss die Anmeldung über das Online-Entry-System von Swiss Badminton erfolgen. Die benötigten Informationen sind in die entsprechenden Felder einzugeben.
  3. Für nicht offizielle Turniere gelten folgende Anmeldungsdetails:
    1. Name und Vorname
    2. Für SeniorInnen und JuniorInnen die Angabe des Geburtsdatums
    3. Kontaktadresse mit Telefon und E-Mail
    4. Disziplinen
    5. Name und Vorname des Partners/der Partnerin im Doppel und Mixed
  4. Durch die Anmeldung verpflichten sich die Teilnehmenden, sich an alle für das Turnier massgebenden Reglemente, die von den Turnierorganisierenden in der Turnierausschreibung vermerkten Anordnungen, sowie an die im Verlaufe des Turniers erhaltenen Weisungen von Turnierorganisierenden und Referee zu halten.

7. Finanzielle Bestimmungen

  1. Die Turnierorganisierenden haben das Recht, von allen Turnierteilnehmenden eine Einschreibegebühr zu verlangen. Die Einschreibegebühr wird von den Turnierorganisierenden festgesetzt.
  2. Für internationale Turniere gelten die Bestimmungen vom BWF.
  3. Abmeldung vor Meldeschluss braucht keine Entschuldigung und die Einschreibegebühr wird, sofern bereits einbezahlt, zurückerstattet. Ab Meldeschluss müssen die Abmeldungen schriftlich (E-Mail oder Brief) und mit Begründung direkt den Turnierorganisierenden mitgeteilt werden. Dabei haben abgemeldete Spieler:innen kein Anrecht auf Rückerstattung der Einschreibegebühr.
  4. Unentschuldigtes Nichtantreten zieht eine Busse gemäss Bussenverordnung von Swiss Badminton nach sich.
  5. Sobald die Organisierende das Turnier über Tournament Software abwickelt (z.B. Online-Erfassung der Spieler:innen), ist Swiss Badminton eine Lizenzgebühr für die Benutzung von Tournament Software zu entrichten. Swiss Badminton stellt die Lizenzgebühren den Veranstaltenden in Rechnung. (siehe auch Art. 2.1)

Setzen und Auslosen im KO-System

  1. Die Auslosung ist wie folgt vorzunehmen:
    1. Beträgt die Zahl der Teilnehmer:innen genau 4, 8, 16, 32, 64, 128 oder eine andere Potenz von 2, bestreiten alle die erste Runde.
    2. Andernfalls erhalten einzelne Spieler:innen ein Bye und nehmen erst ab der 2. Runde teil. So ergeben sich in der ersten Runde Rasten (Englisch: "Bye"). Die Anzahl der Raster wird ermittelt, indem die Anzahl Teilnehmer:innen von der nächst höheren Potenz von 2 abgezogen wird.

      Beispiel:
      14 TeilnehmerInnen: 16 - 14 = 2 Raster
      17 TeilnehmerInnen: 32 - 17 = 15 Raster

    3. Die Raster werden, wie in Anhang 2 gezeigt, auf das Tableau verteilt.
  2. Zweck des Setzens ist zu verhindern, dass die auf Grund ihrer Klassierung und/oder den im laufenden Jahr gezeigten Leistungen spielstärksten Spieler:innen/ Paare bereits zu Beginn eines Turniers aufeinandertreffen.
  3. Anzahl der Gesetzten:
    1. Bis 8 Teilnehmer:innen: 2 Gesetzte
    2. Bei 9 bis 16 Teilnehmer:innen: 2 – 4 Gesetzte
    3. Bei 17 bis 32 Teilnehmer:innen: 4 – 8 Gesetzte
    4. Bei 33 bis 64 Teilnehmer:innen: 8 – 16 Gesetzte
  4. Die Gesetzten sind, wie in Anhang 2 gezeigt, auf das Tableau zu verteilen. In der oberen Tableauhälfte sind die Gesetzten jeweils auf die obersten Plätze ihres Abschnitts (Viertel, Achtel, usw.) zu setzen; in der unteren Tableauhälfte auf die untersten Plätze.
  5. Die ersten zwei Gesetzten sind wie folgt zu behandeln:
    1. Nr. 1 zuoberst im Tableau
    2. Nr. 2 zuunterst im Tableau
  6. Die übrigen Gesetzten werden, unter Berücksichtigung von nachstehender Ziff. 2.8.7, wie folgt auf das Tableau verteilt (siehe auch Anhang 2):
    1. Nr. 3 und 4 werden den verbleibenden beiden Vierteln zugelost.
    2. Nr. 5 bis 8 werden den verbleibenden Achteln zugelost.
    3. Nr. 9 bis 16 werden den verbleibenden Sechszehnteln zugelost.
  7. Sind unter den Gesetzten mehrere Spieler:innen/Paare des gleichen Clubs, so sind sie nach Möglichkeit in verschiedene Tableauhälften zu setzen.
  8. Sind mehrere TeilnehmerInnen aus dem gleichen Club angemeldet, ist nach Möglichkeit zu verhindern, dass diese bereits in der ersten Runde aufeinandertreffen. Die Teilnehmenden sind deshalb gleichmässig auf die einzelnen Abschnitte des Tableaus zu verteilen.
  9. Nicht unter Ziff. 2.8.8 fallen Qualifizierte oder Paare, die aus Spieler:innen zweier verschiedener Clubs zusammengesetzt sind.
  10. Die Qualifikanten-Plätze werden im Haupttableau ausgelost und sollen nicht platziert oder speziell getrennt werden.
  11. Das Haupttableau ist vor dem Beginn der Qualifikation auszulosen und zu publizieren.
  12. Im Doppel werden die Rankingrang des „dynamischen Ranking“ beider Spieler:innen zusammengezählt. Diese Summe bildet die Grundlage für die Setzliste der entsprechenden Kategorie. Haben mehrere Paarungen die gleiche Summe, ist jeweils jene Paarung höher einzustufen, welche den/die besser platzierte/n Spieler:in hat. Diese Vorgehensweise ist für alle vorgesehenen Kategorien des Turniers anzuwenden.
  13. Hat ein Turnier verschiedene Kategorien, sind die gemeldeten Spieler:innen nach ihrem Rankingrang einzuteilen (siehe auch 2.8.12).
  14. Für die Auslosung ist der Stand des dynamischen Rankings massgebend, welcher sich am nächsten beim Auslosungstag befindet. Das «dynamische Ranking», wird jeden Dienstag um 12h von Swiss Badminton aktualisiert und publiziert.
  15. Besteht eine Doppelpaarung aus einem/r Spieler:in mit und einem/r ohne Ranking, so soll die Paarung in der tiefsten Stärkeklasse des/r Spieler:in mit Ranking eingeteilt werden.

9. Änderungen der Auslosung; Ersetzen von Spieler:innen/Paaren

  1. Der/die Referee, bzw. die Turnierorganisierenden in Abwesenheit von Referees, darf Änderungen im Tableau nur zulassen, wenn bei der Kontrolle der Anmeldungen oder bei der Auslosung ein Fehler unterlaufen ist.
  2. Im Einzel ist Ersetzen grundsätzlich nicht gestattet. Vorbehalten bleibt Ziff. 2.12.
  3. Im Doppel ist das Ersetzen einzelner Spieler:innen, die wegen Krankheit, Verletzung oder aus anderweitig zwingenden Gründen verhindert sind, unter nachstehenden Voraussetzungen erlaubt:
    1. Das Ersatzpaar ist entweder ungesetzt oder gehört keiner höheren Setzgruppe an als das ursprüngliche Paar. Die Setzgruppen sind (in dieser Reihenfolge): 1 und 2, 3 und 4, 5 bis 8 und 9 bis 16.
    2. Der/die Ersatzspieler:in ist am Turnier angemeldet.
    3. Durch das Ersetzen ist nicht die Zusammensetzung eines anderen Paares betroffen.
  4. Ist Ersetzen gemäss Ziff. 2.9.3. bei zwei Paaren zulässig, ist es den verbleibenden Spieler:innen erlaubt zusammenzuspielen. Hatte eines der ursprünglichen Paare in der ersten Runde eine Raste zugeteilt, so erhält das neue Paar diesen Platz; andernfalls entscheidet das Los.
  5. Nach Spielbeginn in der jeweiligen Disziplin ist keinerlei Änderung oder Ersetzen mehr möglich.

10. Qualifikation

  1. Übertrifft die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der Plätze im Haupttableau, ist es den Organisierenden freigestellt, in Absprache mit dem Referee, gemäss Ziff. 2.10.2 bis 12.10.4. eine Qualifikation durchzuführen.
  2. Die Organisierenden legen eine bestimmte Anzahl Plätze im Haupttableau fest, für die sich die überzähligen Spieler:innen/Paare qualifizieren können. Es wird empfohlen, dazu nicht mehr als 1 Platz pro 8 Plätze im Haupttableau zu reservieren.
  3. Die Auslosung und das Setzen erfolgen nach Ziff. 2.8.
  4. Es wird empfohlen, das Verteilen der Teilnehmenden gemäss Ziff. 2.8 soweit möglich auch in der Qualifikation anzuwenden.

11. Rückzüge und Promotion

  1. Zieht sich ein/e Spieler:in/Paar aus dem Haupttableau zurück, kann der Referee den frei gewordenen Platz durch Teilnehmende der Qualifikation besetzen. Dabei wird der/die Spieler:in oder das Paar mit dem besten Ranking aus der Qualifikation und ohne Spielverlust, an die frei gewordene Stelle platziert. Wenn nötig kann der Referee dazu auch ein Spiel stoppen.
  2. Der Referee kann ein Qualifikationstableau neu auslosen, wenn die Ausgewogenheit des Tableaus entscheidend beeinträchtigt ist und die Spiele in diesem Tableau noch nicht begonnen haben.
  3. Gibt es keine Qualifikation, kann der Referee bei einem Rückzug aus dem Haupttableau den/die Spieler:in oder das Paar mit dem besten Ranking der Warteliste gemäss Ziff. 1.2.7 an die frei gewordene Stelle platzieren.
  4. Bei einem Rückzug aus der Qualifikation kann der Referee den/die Spieler:in oder das Paar mit dem besten Ranking der Warteliste gemäss Ziff. 1.2.7 an die frei gewordene Stelle platzieren.
  5. Beim Ersetzen der freigewordenen Plätze wird das Verteilen der Teilnehmenden gemäss Ziff. 2.8 ausser Acht gelassen.

12. Gruppenspiele

  1. Auch bei Gruppenspielen erfolgt das Setzen gemäss Ziff. 2.8.
  2. Der/die Referee kann Änderungen in den Gruppen zulassen, wenn aufgrund von Rückzügen die Ausgewogenheit der Gruppengrösse beeinträchtigt ist und die Spiele in diesem Tableau noch nicht begonnen haben.
  3. Sind in einer Gruppe Spieler:innen/Paare desselben Clubs, muss/müssen als erstes das Spiel/die Spiele zwischen diesen Spieler:innen/Paaren gespielt werden, unabhängig von Rundenzahl oder Rangierung in der Gruppe.
  4. Rangierung in Gruppenspielen: individuelle Turniere
    1. In individuellen Turnieren erfolgt die Rangierung gemäss BWF-Reglement:
    2. aufgrund der gewonnenen Spiele
    3. Haben zwei oder mehr Spieler:innen/Paare gleichviele Spiele gewonnen, erfolgt die Rangierung aufgrund
    4. der/die Sieger:in der direkten Begegnung wird höher rangiert,
    5. der Differenz zwischen insgesamt gewonnen und verlorenen Sätzen,
    6. der Differenz zwischen insgesamt gewonnen und verlorenen Spielpunkten,
    7. bleiben drei oder mehr Spieler:innen/Paare übrig, wird die Rangierung ausgelost.
    8. Wenn ein/e Spieler:in/Paar wegen Krankheit, Verletzung, Disqualifikation oder aus anderweitig zwingenden Gründen nicht alle Gruppenspiele zu Ende spielen kann, werden alle Resultate dieses/r Spieler:in/Paars gelöscht. Aufgabe während eines Spiels gilt als nicht alle Spiele zu Ende gespielt.
  5. Rangierung in Gruppenspielen: Teams
    1. Bei Teamturnieren erfolgt die Rangierung gemäss BWF Reglement
    2. aufgrund der gewonnenen Begegnungen.
    3. Haben zwei oder mehr Teams gleichviele Begegnungen gewonnen, erfolgt die Rangierung in der Reihenfolge der nachstehenden Kriterien, wobei die grössere Differenz höher rangiert:
    4. der/die Sieger:in der direkten Begegnung wird höher rangiert;
    5. Differenz zwischen gewonnenen und verlorenen Begegnungen;
    6. Differenz zwischen gewonnenen und verlorenen Spielen;
    7. Differenz zwischen gewonnenen und verlorenen Sätzen;
    8. Differenz zwischen gewonnenen und verlorenen Spielpunkten;
    9. Bleiben drei oder mehr Teams übrig, wird die Rangierung ausgelost;
    10. Kann ein Team ein Spiel in einer Begegnung nicht zu Ende spielen (z.B. bei Verletzung), wird das Spiel für die Rangierung als 0:21, 0:21 gewertet.

13. System Schoch

  1. Es sind mindestens sechs Teilnehmende erforderlich. Die Rundenzahl muss vor Spielbeginn der jeweiligen Disziplin bestimmt sein.
  2. Die Organisierenden geben rechtzeitig vor dem Turnier den Zeitpunkt bekannt, bis zu welchem sich die Teilnehmenden jeder Disziplin in der Halle präsentieren müssen. Spieler:innen/Paare, die sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gemeldet haben, können vom Referee von der entsprechenden Disziplin ausgeschlossen werden.
  3. Die Auslosung der 1. Runde jeder Disziplin wird nach Ablauf des Meldezeitpunkts vorgenommen und erfolgt wie im KO-System. Setzen ist möglich und richtet sich nach Ziff. 2.8
  4. Für die 2. Runde werden die SiegerInnen und die VerliererInnen der 1. Runde je zu einer Gruppe zusammengefasst, innerhalb derer die Paarungen für die 2. Runde ausgelost werden.
  5. In den folgenden Runden geht man analog vor, d.h. nach Abschluss einer weiteren Runde werden so viele Gruppen gebildet wie es Spieler:innen/Paare mit gleicher Anzahl Siege gibt. Die Auslosung der Paarungen für die nächste Runde erfolgt wiederum innerhalb der einzelnen Gruppen.
  6. Es ist darauf zu achten, dass die gleichen Spieler:innen/Paare nach Möglichkeit nicht zweimal aufeinandertreffen. Gegebenenfalls ist die Auslosung zu wiederholen bis ein annehmbares Resultat herausschaut.
  7. Bei ungeraden Zahlen der Spieler:innen/Paare innerhalb einer Gruppe mit gleicher Sieg-Zahl ist dem/der Spieler:in/Paar, der/die/das nach der Auslosung übrigbleibt, ein Gegner aus der Gruppe mit einem Sieg weniger zuzuteilen.
  8. Ist die Zahl der Turnierteilnehmenden ungerade, so ist der/die/das nach Rundenrangliste letztklassierte Spieler:in/Paar spielfrei und erhält einen Sieg gutgeschrieben, aber kein/e Spieler:in/Paar darf mehr als einmal spielfrei sein.
  9. In der Schlussrangliste erfolgt die Rangierung aufgrund der erzielten Siege.
  10. Haben zwei oder mehr Spieler:innen/Paare gleichviele Siege, erfolgt die Rangierung aufgrund der Anzahl Gegnerpunkte, wobei die grössere Zahl höher rangiert. Die Gegnerpunkte werden errechnet aus der Anzahl Siege, welche alle GegnerInnen eines/r Spieler:in/Paars erzielt haben.

    Beispiel: Spieler A spielt gegen Spieler B, C, D und F; er gewinnt gegen B, D und F und verliert gegen C. Die Gegner haben ihrerseits die folgende Anzahl Siege erzielt: 

    Spieler B - 1 Sieg
    Spieler C - 3 Siege
    Spieler D - 0 Sieg
    Spieler F - 4 Siege

    Anzahl Gegnerpunkte für Spieler A: 8 

  11. Haben zwei Spieler:innen/Paare die gleiche Anzahl Siege und Gegnerpunkte erzielt, entscheidet das Resultat der direkten Begegnung. Hat keine direkte Begegnung stattgefunden oder gibt es mehr als zwei Spieler:innen/Paare mit gleicher Anzahl Siege und Gegnerpunkte, entscheidet das Verhältnis der Sätze und bei gleichem Satzverhältnis das Punktverhältnis. Bringt auch das keine Entscheidung, wird die Rangierung ausgelost.

14. Andere Turniersysteme

Es sind auch andere Turnierspielformen möglich. Die offizielle Turnier-Software bietet solche Module an.

15. Proteste, fehlerhaftes Auslosen

  1. Proteste gegen das Auslosen oder die Zeitplangestaltung müssen innerhalb von 48 Stunden nach der Publikation bei dem/der Referee, resp. bei Abwesenheit eines/r solchen, bei den Organisierenden, erhoben werden. Diese entscheiden endgültig.
  2. Für Turniere mit Auslosung vor Ort unmittelbar vor der ersten Spielrunde, müssen Proteste sofort danach dem/der Referee resp. Bei Abwesenheit eines/r solchen, bei den Organisierenden, erhoben werden. Diese entscheiden endgültig.

16. Spielplan

  1. Vor 08.00 Uhr und nach 22.00 Uhr (JuniorInnen: 21.00 Uhr) dürfen keine Spiele angesetzt werden. Nach 23.00 Uhr (JuniorInnen: 22.00 Uhr) können keine Turnierteilnehmenden verpflichtet werden, ein Spiel zu beginnen. Ausnahmen bilden ausdrücklich als Nachtturniere deklarierte Anlässe.
  2. Die Turnierteilnehmenden haben Anspruch auf mindestens 15 Minuten Ruhezeit zwischen zwei Spielen.
  3. Die Turnierteilnehmenden haben sich 30 Minuten vor der im Zeitplan angegebenen Richtzeit des ersten Spieles ihrer ersten Disziplin bei den Turnierverantwortlichen zu melden.
  4. Während des Turniers hat der/die Spieler:in sich laufend zur Verfügung zu halten. Die im Zeitplan resp. Spieltableau angegebene Spielzeit dient dabei als Anhaltspunkt für die Turnierteilnehmenden, setzt aber die Bestimmungen gemäss Ziff. 2.16.6 nicht ausser Kraft.
  5. Ein/e Spieler:in wird maximal dreimal aufgerufen, dies im Abstand von zwei (2) Minuten zwischen jedem Aufruf. Tritt er/sie nach dem dritten Aufruf nicht an, kann er/sie vom Referee von der entsprechenden Disziplin ausgeschlossen werden. Dieser Entscheid ist endgültig.
  6. Für das erste Spiel der ersten Disziplin jeden Turniertages eines/r Spieler:in gilt: Tritt der/die Spieler:in innerhalb von maximal 10 Minuten nach dem ersten Aufruf nicht an, kann er/sie vom Referee von der entsprechenden Disziplin ausgeschlossen werden.

17. Preise

  1. Die Abgabe von Preisen ist freiwillig.
  2. Werden Geldpreise ausgesetzt, so ist in der Turnierausschreibung die voraussichtliche gesamte Preissumme und spätestens im Programm die Verteilung der Preissumme auf die einzelnen Disziplinen und Ränge anzugeben.
  3. Die Preise sind den berechtigten Spieler:innen direkt abzugeben.

 

Teil 3 Durchführung

1. Technische Offizielle

  1. Swiss Badminton legt fest, an welchen Turnieren obligatorisch mit Schiedsrichter:innen gespielt wird.
  2. An allen anderen Turnieren liegt es im Ermessen der Turnierorganisierenden, offizielle Schiedsrichter:innen einzusetzen.
  3. Schiedsrichter:innen müssen von den Organisierenden bei der BSVS angefordert werden.
  4. Offizielle Schiedsrichter:innen haben Anspruch auf eine Entschädigung gemäss BSVS. Diese geht zu Lasten der Turnierorganisierenden.
  5. Der/die Referee entscheidet über den Einsatz von Aufschlag- und / oder Linienrichter:innen.
  6. Die Aufgaben und Kompetenzen der Schieds-, Aufschlag- und Linienrichter:innen richten sich nach den entsprechenden Bestimmungen der Spielregeln, der Empfehlungen für Technische Offizielle sowie des Handbuchs der BSVS.

2. Shuttles

  1. An offiziellen Turnieren darf nur mit offiziellen Shuttles von Swiss Badminton gespielt werden, die für die laufende Saison zugelassen sind.
  2. Wer die Shuttles zu stellen hat, ist in der Turnierausschreibung anzugeben.
  3. Die Turnierorganisierenden sind verpflichtet, offizielle Shuttles für den Verkauf bereit zu halten, dies für den Fall, dass Spieler:innen Shuttles kaufen möchten.

3. Einspielzeit

  1. Sofern durch die Turnierorganisierenden nichts anderes bestimmt ist, beträgt die Einspielzeit vor Beginn eines Spieles drei (3) Minuten.

4. Verhalten der Turnierteilnehmenden

  1. Turnierteilnehmende sind verpflichtet, den Anordnungen und Weisungen der Turnierverantwortlichen und seinen Funktionär:innen, der Referees und Technischen Offiziellen Folge zu leisten. Bei Auftreten von Meinungsverschiedenheiten sind alle Anstrengungen zur gütlichen Beilegung zu unternehmen. Wenn eine solche nicht gelingt, entscheidet der Referee endgültig.
  2. Tritt ein/e Spieler:in zu einem Spiel nicht an (nicht angetreten) oder beendigt er/sie dieses vorzeitig (WO), so geht es für ihn/sie verloren und er/sie wird von der betreffenden Disziplin ausgeschlossen. Über die weitere Spielberechtigung in anderen Disziplinen entscheidet der/die Referee endgültig.
  3. Unentschuldigtes Nichtantreten zieht eine Busse gemäss Bussenverordnung von Swiss Badminton nach sich.

 

Teil 4 Punkte für die Klassierung und das Ranking

  1. Je nach Stärke der Teilnehmenden eines Klassierungsturniers werden die Rankingpunkte anhand der
    Schlussrangliste jeder Disziplin berechnet.
  2. Im Klassierungs- und Rankingreglement mit seinen Anhängen sind die Berechnung und Verteilung
    der Rankingpunkte festgelegt.

 

Teil 5 Ergänzung für die SME

1. Allgemeine Bestimmungen

  1. Diese Ergänzung des Turnierreglements gilt für die Schweizer Meisterschaften Elite, bestehend aus einem Qualifikations- und einem Finalturnier.
  2. Um zu verhindern, dass die Tableaus der Finalrunde unvollständig sind, sei dies aufgrund von Absagen, Verletzungen oder anderen Gründen, wird das Prinzip « Lucky Loser » eingeführt.
  3. Nebst dem Prinzip des « Lucky Losers » wird ebenfalls das Prinzip der « Wildcard » (Freilos) eingeführt. Dieses erlaubt Swiss Badminton, durch eine Entscheidung des Zentralvorstands eine/n Spieler:in oder Paarung (welche in dieser Zusammenstellung bereits während der Saison in einer für das Ranking zählenden offiziellen Veranstaltung gespielt haben muss) direkt zur Teilnahme am Finalturnier einzuladen (z. B. Einladung ans Finalturnier der Schweizer Meister:innen vom Vorjahr direkt, etc.).

2. Anwendungsprinzipien

  1. Für das Finalturnier sind 8 Teilnehmende pro Disziplin direkt qualifiziert, weiter 8 Teilnehmende qualifizieren sich über das Qualifikationsturnier.
  2. Die M&Q-Liste wird von Swiss Badminton veröffentlicht und umfasst jeweils alle Spieler:innen und Paarungen, welche sich direkt für das Finalturnier qualifiziert haben, sowie die Spieler:innen und Paarungen, welche sich über das Qualifikationsturnier qualifiziert haben.
  3. Die Reihenfolge der Spieler:innen und Paarungen auf den entsprechenden M&Q-Liste wird nach dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Ranking erstellt.
  4. Auf der Liste der direkt qualifizierten Teilnehmenden kann Swiss Badminton pro Disziplin eine Wildcard einsetzen und darüber bestimmen, wer diese erhält. Dies geschieht unter Berücksichtigung von Punkt 1.3.
  5. Im Falle einer Verletzung und/oder Abmeldung bis am Freitag vor dem Finalturnier können « Lucky Losers » als Ersatz für diese Abwesenheiten bestimmt werden.
  6. Die Bestimmung der möglichen « Lucky Losers » pro Disziplin erfolgt folgendermassen:
    1. Falls die 8 qualifizierten Spieler:innen für das Finalturnier per KO-System ermittelt wurden, umfasst die Liste der « Lucky Loser » die 8 Verlierer:innen der letzten Qualifikationsrunde, dies in der Reihenfolge ihres aktuellen Rankings nach M&Q-Liste, beschrieben unter Punkt 2.2.
    2. Falls die 8 Qualifizierten für das Finalturnier die Gruppenersten sind, sind es die Zweitplatzierten (darauffolgenden) der Gruppe, welche auf der Lucky Loser-Liste berücksichtigt werden, dies in der Reihenfolge ihres aktuellen Rankings nach M&Q-Liste, beschrieben unter Punkt 2.2.

3. Ausländerregelung Schweizer Meisterschaften Elite

  1. Spieler:innen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft sind an den Schweizer Meisterschaften (Elite) zugelassen, wenn sie folgende Bestimmung erfüllen:
    1. Ist Mitglied des Nationalkaders und
    2. ist für die Schweiz bei repräsentativen Events (Definition repräsentative Events gemäss BWF Competition Rule 5.1, Art. 6.) startberechtigt.

 

Teil 6 Schlussbestimmungen

  1. Sämtliche an Turnieren beteiligten Personen sind dem Ethik-Statut des Schweizer Sports unterstellt und es gilt der Spirit of Badminton.
  2. Swiss Badminton kann ergänzende Bestimmungen zu einzelnen Punkten dieses Reglements erlassen.
  3. Treten anlässlich eines Turniers unvorhergesehene Ereignisse auf, die von diesem Reglement nicht erfasst sind, so entscheidet der/die Referee, bzw. die Turnierorganisierenden in Abwesenheit eines/r Referees, endgültig.
  4. Sanktionen werden gemäss Anhang 3 in diesem Turnierreglement von Swiss Badminton geregelt.
  5. Bussen werden in der Bussenverordnung von Swiss Badminton geregelt.
  6. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Swiss Badminton. Sie sind auf der Webseite von Swiss Badminton verfügbar.
  7. Sollten zwischen der deutschen und der französischen Version inhaltliche Differenzen bestehen, so ist die deutsche Fassung massgebend.
  8. Dieses Turnierreglement tritt per 01. August 2022 in Kraft und ersetzt jegliche frühere Version.

Swiss Badminton 
Zentralvorstand

Anhang 1 Ablauf vor dem Turnier

Anhang 2 Verteilung der Setzplätze und Freilose im Tableau

Anhang 3 Sanktionen / Bussen und administrative Gebühren

Teil 1 Sanktionen

  1. Es gilt der Spirit of Badminton. Fehlbare Vereine, Funktionär:innen und Spieler:innen können wegen Verstössen sowie unsportlichem Verhaltens auch disziplinarisch bestraft werden. Ist der Fall schwerwiegend oder wiederkehrend wird das Strafmass der Disziplinarstrafe verschärft. Es können:
    1. Bussen bis CHF 5000 ausgesprochen
    2. Resultate annulliert
    3. Rankingpunkte abgezogen
    4. Lizenzsperren bzw. Lizenzentzug vorgenommen oder
    5. Tätigkeiten eingeschränkt oder untersagt werden.
  2. Disziplinarstrafen können vom ZV befristet oder unbefristet als auch bedingt ausgesprochen werden.
  3. Begegnungen mit Schiedsrichter:innen
    1. Bei Spielen mit Schiedsrichter:innen (z.B. an SME Elite) sind diese befugt, gegenüber von Spieler:innen und Coaches die verfügbaren Disziplinarstrafen anzuwenden sowie fehlbare Personen unmittelbar aus der Halle zu weisen.
    2. Die Disziplinarstrafen gegenüber Spieler:innen und Coaches sind sowohl auf als auch ausserhalb des Spielfeldes anwendbar:
    • Gelbe Karte: steht für eine Verwarnung. Jede Karte wird gebüsst.
    • Rote Karte: steht für leichte, wiederholte Verstösse und/oder unsportlichem Verhalten. Jede Karte wird gebüsst
    • Schwarze Karte: steht für einen groben Verstoss und/oder unsportlichem Veralten mit gleichzeitiger Disqualifikation bzw. Wegweisung. Jede Karte wird gebüsst.

Teil 2 Bussen

Die Nichteinhaltung von Bestimmungen und Weisungen des Turnierreglements werden mit Bussen resp. administrativen Gebühren gemäss Bussenverordnung von Swiss Badminton geahndet.