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Ein letzter Check der Sport-Toto-Gesellschaft für den Schweizer Sport

 

 

An der 26. Versammlung des Sportparlaments haben die Delegierten der Mitgliedsverbände von Swiss Olympic einen Trendsport in den Dachverband aufgenommen und dem revidierten Ethik-Statut zugestimmt. Zudem endete eine Ära im Sportfördersystem – mit einem Rekordbeitrag.

 

«Der Schweizer Sport hat ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich – und er darf zuversichtlich in die Zukunft schauen», sagte Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl an der 26. Versammlung des Sportparlaments mit Blick auf die zahlreichen Erfolge der Schweizer Sportlerinnen und Sportler. Der Dachverband des Schweizer Sports werde sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass sich die Verbände – und mit ihnen die Athletinnen und Athleten – erfolgreich und zielgerichtet entwickeln können.

Einen wichtigen Beitrag zu einem in allen Bereichen erfolgreichen Schweizer Sport leisten die Fördergelder der Sport-Toto-Gesellschaft (STG). Diese fallen für 2022 rekordhoch aus: Vor der Versammlung des Sportparlaments, die heute im SRG-Studio Zürich-Leutschenbach stattfand, überreichte STG-Präsident Bernhard Koch einen Check im Wert von 54'156’134 Franken an Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl. Diese Mittel stammen aus den Gewinnen der beiden Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande und übersteigen den Betrag vom Vorjahr um sechs Millionen, als mit 48,1 Millionen auch schon ein neuer Rekordbeitrag ausbezahlt worden war.

Jürg Stahl dankte der Sport-Toto-Gesellschaft im Namen des Schweizer Sports herzlich für den überreichten Check – es war der allerletzte, den Swiss Olympic von der STG erhielt. Im Rahmen des neuen Geldspielgesetzes, das 2019 in Kraft getreten ist, kommt es zu einem Systemwechsel. Die neu gegründete Stiftung Sportförderung Schweiz übernimmt die Aufgabe der Mitteilverteilung an den Schweizer Sport von der STG, welche aufgelöst wird. Künftig wird die Stiftung Sportförderung Schweiz die Fördergelder für den Sport bei der interkantonalen Fachdirektorenkonferenz Geldspiele (FDKG) beantragen - jeweils für einen Zeitraum von vier Jahren. Der für die Periode 2023-26 eingereichte Antrag ist diese Woche von der FDKG genehmigt worden, und der nationale Sport erhält demnach von 2023 bis 2026 jährlich mindestens 60 Millionen Franken als Basisbetrag und dazu maximal 15 Millionen an spezifischen Fördergeldern. Weitere Informationen zu diesem Systemwechsel und dem genehmigten Förderbeitrag finden sich in einem Q&A-Dokument auf der Website von Swiss Olympic.
Das Budget von Swiss Olympic für 2023 rechnet bei einem Gesamtertrag von 101,4 Millionen Franken mit einem Gewinn von rund 0,5 Millionen.

Jürg Stahl würdigte am Sportparlament die langjährige erfolgreiche Partnerschaft: «Mit der Sport-Toto-Gesellschaft verfügten wir in den vergangenen Jahrzehnten über eine ebenso verdienstvolle und grosszügige Partnerin, die dem Schweizer Sport insgesamt über 2,5 Milliarden Franken überweisen konnte.» Ohne den Einsatz und die Unterstützung der STG wären die sportlichen Entwicklungen und aktuellen Erfolge nicht möglich gewesen, führte Stahl aus. Auch Bernhard Koch, Präsident der STG, zog eine positive Bilanz: «Es war eine wertvolle und schöne Aufgabe, sich über all die Jahre für einen gesunden und starken Schweizer Sport einzusetzen. Dass wir die Förderbeiträge in den letzten Jahren markant steigern konnten, freut mich besonders.»

 

Slackline als neues Mitglied aufgenommen

Als oberstes Organ von Swiss Olympic entscheidet das Sportparlament auch über die Aufnahme von neuen Mitgliedern. Heute stimmten die Delegierten der Mitgliedsverbände, wie vom Exekutivrat beantragt, der Aufnahme von Swiss Slackline als neuem Mitgliedsverband zu. Bei der Trendsportart Slackline balanciert man auf einem Kunstfaser- oder Gurtband, das zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt ist. Mit der Aufnahme von Swiss Slackline vertritt Swiss Olympic als Dachverband künftig 109 Mitglieder (82 nationale Sportverbände und 27 Partnerorganisationen).

Das Sportparlament stimmte auch der Revision des Ethik-Statuts für den Schweizer Sport zu. Das Statut war am 1. Januar 2022 als einheitliche und justiziable Grundlage für ethische Prinzipien im Sport in Kraft getreten, zeitgleich mit dem Start der neuen Meldestelle Swiss Sport Integrity. Beide Massnahmen haben sich grösstenteils bewährt. Gleichzeitig drängten sich aufgrund der ersten Erfahrungen gewisse Anpassungen auf, vor allem um Verfahrensabläufe und Kompetenzen noch klarer darzustellen.

Yael Nadja Strub wurde am Sportparlament neu in die Disziplinarkammer des Schweizer Sports gewählt. Mit der Zürcher Rechtsanwältin, die vielfältige Erfahrung im Sportrecht mitbringt, umfasst die Disziplinarkammer neu 20 Mitglieder. Acht bisherige Mitglieder, die zur Wiederwahl standen, wurden für vier weitere Jahre im Amt bestätigt.

 

Matthias Remund aus dem Exekutivrat verabschiedet

Zum Abschluss des Sportparlaments 2022 würdigte Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl die Leistungen von Matthias Remund, der nach über 17 Jahren aus dem Exekutivrat von Swiss Olympic ausscheidet. Als Direktor des Bundesamts für Sport BASPO hatte Remund bislang auch Einsitz im strategischen Organ von Swiss Olympic. Im Sinne der Good Governance werden diese Rollen fortan getrennt. «Das Ausscheiden von Matthias Remund ist natürlich ein Verlust für den Exekutivrat, und ich danke ihm ganz herzlich für seinen Einsatz. Ich bin aber überzeugt, dass Swiss Olympic und das BASPO weiterhin zugunsten des Schweizer Sports sehr gut und eng zusammenarbeiten werden», sagte Jürg Stahl.

Interclub

Der Spitzenkampf zum Jahresabschluss



Zum letzten Mal im Kalenderjahr wird auf Nationalliga-Stufe Interclub gespielt. Dabei kommt es noch zu einem Knüller.

 

Am Sonntag spielen die Union Tafers-Fribourg und die Badminton Lausanne Association um den virtuellen Hinrunden-Titel. Die Gäste führen aktuell die Rangliste mit einem Punkt Vorsprung an. Lachender Dritter bei einem ausgeglichenen Matchverlauf könnte der BC Uzwil werden. Die Titelverteidiger aus der Ostschweiz, die zuletzt viele Verletzungen bei Leistungsträgern beklagten, gastieren beim BC Zürich.
 

NLA. 7. Runde. Sonntag, 14.00 : Union Tafers-Fribourg – Badminton Lausanne Association (Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=WU3Xnf3Eqrw). BC Zürich – BC Uzwil. 14.30: Team Argovia – BC Yverdon-les-Bains. 15.00: BC Adliswil – BC Olympica-Brig.

 

Rangliste (je  6 Runden): 1. Badminton Lausanne Association 17 (32-16). 2. Union Tafers-Fribourg 16 (30-18). 3. BC Uzwil 16 (27-21). 4. BC Yverdon-les-Bains 11 (23-25). 5. BC Zürich 11 (22-26). 6. BC Olympica-Brig 10 (22-26). 7. Team Argovia 10 (21-27). 8. BC Adliswil 5 (15-33).

NLB. Ost. 7. Runde.
Samstag, 15.00: St. Galler Badminton Bären – Team Smaesch. Sonntag, 10.00: Team Argovia 2 – BC Zug. 10.15: BC Zürich 2 – BC Uzwil 2. 14.00: BC Luzern – BC Trogen-Speicher.  

Rangliste (je 6 Runden): 1. BC Trogen-Speicher 21 (37-11). 2. Team Argovia 2 15 (28-20). 3. BC Luzern 14 (29-19). 4. BC Uzwil 2 11 (22-26, 86-95). 5. BC Zürich 2 11 (22-26, 87-96). 6. St. Galler Badminton Bären 9 (20-28). 7. Team Smaesch 8 (18-30).
8. BC Zug 7 (16-32).  

 

West. 7. Runde: Badminton Lausanne Association 2 – BC Yverdon-les-Bains 2 3-5. Sonntag, 14.00 : Union Tafers-Fribourg 2 – SC Uni Basel. BC Rousseau – Neuchâtel BC. BC La Chaux-de-Fonds – BC Uni Bern.


Rangliste: 1. BC Yverdon-les-Bains 2 7/22 (41-15). 2. BC La Chaux-de-Fonds 6/16 (29-19). 3.  Badminton Lausanne Association 2 7/16 (31-25). 4. Union Tafers-Fribourg 2 6/12 (24-24). 5. BC Uni Bern 6/10 (22-26). 6. BC Rousseau 6/10 (20-28). 7. SC Uni Basel 6/8 (18-30). 8. Neuchâtel BC 6/6 (15-33).

Ausbildung

Er wollte nur eine Busse vermeiden – und leitete schliesslich den Olympia-Final

An Olympia-Finals teilzunehmen, ist in der Weltsportart Badminton enorm schwierig. 2021 hat dies aber ein Schweizer geschafft – Schiedsrichter Ivo Kassel. Anlässlich der «Week of the Referee» werfen wir einen Blick auf seine Karriere, die eigentlich überhaupt nicht geplant war.

Nein, man kann nicht sagen, es sei Berufung gewesen. Ivo Kassel war 15 Jahre jung und jagte im BC Wil dem Shuttle nach -  er verschwendete aber keinen Gedanken daran, Schiedsrichter zu werden. Da half aber ein Passus im Reglement. Ab der 3. Liga musste jeder Club einen Schiedsrichter stellen, ansonsten wurde eine Strafzahlung fällig. «Mein einziger Beweggrund war, dass wir so eine Busse vermeiden konnten. Ansonsten wäre ich gar nicht draufgekommen», erinnert sich Kassel schmunzelnd.

Er hat den besten Platz in der Halle

Ivo Kassel wohnte damals in Bronschhofen, einer kleinen Ortschaft in der politischen Gemeinde Wil und mit dem langjährigen NLA-Spitzenclub BC Uzwil hatte er Spitzenbadminton quasi vor der Haustüre. Ivo besuchte noch die Schule, war relativ gut verfügbar und machte seine Sache sehr gut und so ging es schnell. Bald folgten – parallel zum eigenen Spiel – erste NLA-Einsätze und die Begehrlichkeiten wurden immer grösser. Ebenso wie der Stundenaufwand für sein Hobby: Er übernahm auch noch die Junioren und fungierte als Jugend-und-Sport-Ausbildner.

Es folgte die erste Elite-SM, ein internationales Turnier in Lausanne und mit allen Einsätzen auch eine Erkenntnis: «Je besser die Spieler, desto unproblematischer der Ablauf.» Und die Faszination wurde immer grösser. Heute beschreibt er es so: «Ich habe den besten Platz und sehe gute Spieler am Werk.»

Bald kamen erste internationale Reisen, zum Beispiel nach Tschechien, wo die Halle den Stereotypen entsprechend rustikalen Charme verströmte und 1999 nach Glasgow an die Junioren-EM. Auch dieser Anlass brachte viele positive Erkenntnisse: «Ich habe gesehen, dass ich von den Besten nicht so weit entfernt war und habe Blut geleckt.» 2001, im zarten Alter von 24, wurde er vom europäischen Badminton-Verband zertifiziert, der damals noch EBU hiess. Dieser Status entspricht demjenigen des UEFA-Schiedsrichters im Fussball.

«Wie in einer komplett anderen Sportart»

Rasch folgte auch die Ebene Weltverband und die letzte Prüfung sollte er ausgerechnet am Thomas & Uber Cup in Djakarta ablegen. 10000 Personen, eine proppenvolle Halle, draussen ein Public Viewing und drinnen ein Lärmpegel, dass man die eigene Stimme nicht mehr verstand. «Wenn ich die ganzen Ansagen machte, hörte mich kaum jemand und mit den Spielern musste ich mich mit Handzeichen verständigen. Das Turnier war ein absolutes Highlight und ich kam mir vor wie in einer komplett anderen Sportart.» Dass es ihm gelang, im hitzigen Ambiente kühlen Kopf zu bewahren und er die Prüfung schliesslich bravourös bestand, war alles andere als selbstverständlich.

Vier Jahre später der logische nächste Entwicklungsschritt: Die Selektion für die Olympischen Spiele in London. Ivo Kassel wollte auch da nicht einfach nur dem Coubertin’schen Motto huldigen: «Ich war  ehrgeizig und wollte eines der fünf Goldspiele leiten.» Der Traum platzte, dem Rookie lief es nicht wie gewünscht und er wurde nicht für die entscheidenden Runden nominiert. So bleiben vor allem die Erinnerungen an die Teilnahme an der Eröffnungs- und Schlussfeier als Höhepunkte haften.

Die Krönung in Tokio


Die Nicht-Selektion Rio 2016 war für ihn weniger wichtig, weil «Badminton in Brasilien keine Bedeutung hat», der Blick ging sofort vier Jahre weiter. Mit der erneuten Zielsetzung Final. Fünf Jahre wurden es schliesslich, bis die Weltelite in Tokio aufschlug und die Umstände waren coronabedingt höchst suboptimal: Restriktionen en masse, keine Zuschauer und damit fast keine Stimmung in der Halle – eine gewaltige Enttäuschung im ansonsten so badmintonverrückten Land. «Mein einziges Ziel war deshalb wirklich das Goldmedaillenspiel», sagt Kassel, der schliesslich im Damen-Doppel zum Handkuss kam. Und es wirklich genoss: «Es war wunderbar und das emotional beste Finalspiel.»



Bis 2032 könnte Ivo Kassel für die BWF theoretisch noch Spiele leiten, für Badminton Europe sogar bis 2037. Leistungsmässig stellt sich die Frage nach der Zukunft nicht, er zählt immer noch zu den besten Schiedsrichtern der Welt. Entschieden, ob er weitermacht, hat der Geschäftsleiter eines Verpackungsunternehmens, der auch noch den Badminton Verband Ostschweiz präsidiert, noch nicht, auch wenn ihn die Spiele in Paris 2024 reizen würden und er gerne einmal beim Indonesian Open arbitrieren würde: «Ich möchte erst dann entscheiden, wenn die Turniere nicht mehr unter dem Coronaregime durchgeführt werden.»

Dem Badminton wird er in jedem Fall auch längerfristig erhalten bleiben und seine Tätigkeit im Bereich Schiedsrichter-Ausbildung vom europäischen Verband auf den Weltverband ausdehnen. Als Schiedsrichter aufzuhören, wird ihm dereinst nicht einfach fallen: «Ich habe viel Zeit und Ferien investiert. Es sind aber auch viele Freundschaften entstanden und ich bin an viele Orte gekommen, die ich sonst nie gesehen hätte. Es hat sich auf alle Fälle hundertprozentig gelohnt.»

Liveticker

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Rangliste / Classement

Men's singles
1  Mark Caljouw35’483
2  Robin Tabeling30’023
3  Nhat Nguyen22’194
4  Brice Leverdez18’322
5  Lucas Claerbout16’968
6  Giovanni Toti16’755
7  Kim Bruun15’625
8  Alexander Dunn14’552
9  Ditlev Jaeger-Holm13’464
10  Marcus Ellis13’210
Women's singles
1  Maiken Fruergaard Sorensen22’673
2  Ciara Torrance19’892
3  Jenjira Stadelmann15’971
41 Alyssa Tirtosentono14’738
51 Cheryl Seinen14’110
6  Mette Poulsen13’352
7  Dounia Pelupessy12’765
8  Milena Schnider12’547
9  Christine Busch12’237
10  Ronja Stern12’163
Men's doubles
1  Robin Tabeling30’023
2  Mark Caljouw23’655
3  Alexander Dunn21’828
4  Marcus Ellis19’815
5  Lucas Maurice Michel Corvée18’703
6  Daniel Lundgaard16’375
7  Ronan Damien Jonas Labar16’091
8  Nhat Nguyen14’796
9  Brice Leverdez12’215
103 Anton Kaisti11’523
Women's doubles
1  Maiken Fruergaard Sorensen34’010
2  Ciara Torrance29’838
31 Alyssa Tirtosentono22’107
41 Cheryl Seinen21’165
5  Mette Poulsen20’028
6  Christine Busch18’356
7  Sara Thygesen14’144
81 Tania Oktaviani Kusumah13’514
91 Lauren Smith13’034
10  Caroline Racloz12’987
Mixed doubles - Men
1  Robin Tabeling45’035
2  Mark Caljouw23’655
3  Anton Kaisti17’285
42 Nhat Nguyen14’796
51 Marcus Ellis14’695
62 Alexander Dunn14’552
72 Patrick Scheiel14’324
81 Lucas Maurice Michel Corvée14’167
94 Nicolas A. Müller13’943
10  Brice Leverdez12’215
Mixed doubles - Women
1  Maiken Fruergaard Sorensen22’673
2  Ciara Torrance19’892
32 Alyssa Tirtosentono14’738
41 Lauren Smith14’695
51 Christine Busch14’268
62 Cheryl Seinen14’110
71 Mette Poulsen13’352
81 Ronja Stern12’702
9  Jenjira Stadelmann10’648
10  Julie Franconville10’304

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