Er ist Koordinator, aber nicht ein klassischer Berater

Information

Er ist Koordinator, aber nicht ein klassischer Berater

Seit April verfügt Swiss Badminton mit Valentin Berra erstmals über einen Dual Career Coach. Der Walliser Badmintonspieler erklärt im Interview, was ihn bei diesem Job alles beschäftigt.  



Valentin Berra, du bist Dual Career Coach bei Swiss Badminton. Kannst du den Begriff und deine Aufgaben für uns näher definieren?


Die duale Karriere soll helfen, Spitzensport und Ausbildung bestmöglich zu kombinieren. Das langfristige Ziel liegt darin, die Athlet:innen von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe 2 oder der Lehre zu begleiten und bis nach der Karriere in regelmässigem Austausch zu bleiben. Die Begleitung erstreckt sich aber auch auf die Tertiärstufe, also erfolgt auch in dieser Transitionsphase, für alle jene, die allgemeinbildende Schulen gewählt haben, zum Beispiel Fernuniversitäten, Spitzensport-Programme an Unis, usw. Schon in der Primarschule gibt es für leistungsstarke Kids oft gute Möglichkeiten, ein paar Stunden zusätzlich fürs Training nutzen zu können. Der Dual Career Coach erstellt auch die Koordination mit Partnerschulen und Partnerbetrieben. Dabei geht es darum, ein Netzwerk aufzubauen und badmintonspezifische Strukturen zu erstellen in Zusammenarbeit mit den RLZ.

Du hast am 1. April deine Tätigkeit aufgenommen. Wie fällt deine Zwischenbilanz aus?

Es macht viel Spass und ich sehe Resultate. Aktuell bin ich daran, eine Broschüre zu erstellen, damit der Prozess systematisiert werden kann. Es geht darum, aufzuzeigen, welche Akteure involviert sind und, wer was machen soll und zu welchem Zeitpunkt. Mit einigen Athlet:innen hatte ich bereits einen Austausch und ich sammle auch viele Informationen, zum Beispiel darüber, was im Badminton schon existiert und was bei Swiss Olympic alles läuft.

Wann ist dieses Angebot am Wichtigsten?

Gemäss dem FTEM-Athletenweg ab Phase T3. Ab dieser Sekundarstufe 2 ist es dringend erwünscht, dass Sporter eine leistungssportförderliche Schule besuchen oder eine solche Lehre absolvieren. Ich persönlich halte es mit dieser Maxime: So früh wie möglich, so viel wie nötig. Mit zunehmendem Alter immer mehr.

Was sind grosse Herausforderungen?

Dass es uns gelingt, die Athlet:innen so früh wie möglich im Nationalen Leistungszentrum Thalmatt in Herrenschwanden zu integrieren. Als Hindernis kann dabei der Umzug auftreten, also das Finden einer Wohnungsmöglichkeit, für die Welschen zusätzlich die Sprache. Schon ab U17-Stufe ist es wichtig, dass ein regelmässiger Austausch mit Bern gepflegt wird. Die Talente spüren so früh, was es alles braucht, um danach in der Elite zu reüssieren. Natürlich möchten wir auch die Übergangsphase von der U19 zur Elite noch besser vorbereiten.

Was sind die zentralen Elemente, damit diese Transition gelingt?

Aus Sicht der Athleti:innen: Sie müssen das schulische Niveau haben, die Romands müssen im Deutsch Fortschritte machen, alle müssen lernen, zu priorisieren. Der Leistungssport muss Priorität 1 haben und es gilt zu schauen, wie er am besten mit der Ausbildung vereinbart werden kann. Mein Job ist es  vor allem, dafür zu sorgen, dass die notwendigen Prozesse früh genug eingeleitet werden, es sind mehr administrative Aufgaben.

Bist du ein klassischer Berufsberater?

Nein, das bin ich nicht. Ich unterstütze und systematisiere den ganzen Prozess und gebe damit Orientierungshilfen. Ich bin aber nicht jemand, der eine Arbeits- oder Lehrstelle beschafft. Die Athlet:innen machen Vorschläge, und wir schauen, ob das mit dem zusammenpasst, was wir als Verband festgelegt haben. Die Initiative muss generell von den Athlet:innen kommen und es soll ein aktiver Austausch entstehen. Diesen gibt es dann auch mit den Eltern, Swiss Olympic und den kantonalen Behörden. Diese Rollenklärung ist sehr wichtig und wird auch in der Broschüre aufgezeigt.

 

Du führst eine Sprechstunde ein. Wie kann dich ein junges Nationalkadermitglied zum ersten Mal kontaktieren?

Ich bin am Montag ab dem 24. Juli von 14 bis 16 Uhr telefonisch unter der Nummer 031 506 50 78 erreichbar. Zu den übrigen Zeiten kann mir per Email (vberra@swiss-badminton.ch) geschrieben werden, um einen Termin zu vereinbaren. Die erste Kontaktaufnahme muss dabei zwingend durch das Kind erfolgen.   


Du spielst seit Kindesbeinen Badminton und dies sehr gut. Hättest du dir früher ein solches Angebot für dich selber gewünscht?

Das wäre mein Traum gewesen. Jetzt ist diese Tätigkeit für mich die optimale Verbindung von meinem Hauptberuf als Sportlehrer und meiner Leidenschaft fürs Badminton.   

 

Wie bist du zum Badminton gekommen und was machst du alles?

Ich bin im Wallis damit aufgewachsen, das war bei uns eine Familiensache. Ich kam dann mit 11 in den Club und habe seither immer gespielt. Heute spiele ich in der NLB für den BC Uni Bern und bin mehrmals pro Woche als Trainer aktiv.

 

Bleibt da noch Zeit für anderes?

Doch, doch. Meine weiteren Hobbies sind Reisen, die Familie und Sport allgemein.

Valentin Berra, viel Erfolg und Spass bei deiner Tätigkeit!

 

Keine Schweizer Siege in Nantes

Für die beiden Lausanner Dounia Pelupessy und Lorrain Joliat hat sich die Teilnahme beim «Nantes International Challenge» nicht gelohnt, beide Cracks aus Lausanne verloren bereits in der Startrunde der Qualifikation. Die als Nummer 7 gesetzte Pelupessy scheiterte in drei Sätzen an der deutschen Nationalspielerin Miranda Wilson. Joliat, der von der Reserveliste in die Qualifikation nachgerückt war, unterlag dem Franzosen Rafael Gavois.  

Hier findest du alle Tableaux. 

Zweimal Silber und einmal Bronze für das Parateam


Die Schweiz war am sechsten Qualifikationsturnier für Paris 2024 in Ottawa mit der absoluten Elite vertreten. Luca Olgiati, Cynthia Mathez und Ilaria Renggli massen sich am Level-1-Turnier mit den jeweils Top 12 der Welt pro Kategorie, betreut wurden sie von Nationaltrainer Marc Lutz. Mit zweimal Silber und einmal Bronze fällt die Bilanz sehr gut aus.

Luca Olgiati blieb in der Gruppenphase gegen starke Konkurrenz knapp hängen, die beiden Damen erreichten sowohl im Einzel wie auch im Doppel als Gruppenerste direkt den Halbfinal. Ilaria Renggli qualifizierte sich für den Final und verlor dort knapp gegen die Türkin Emine Seckin, für Cynthia Mathez kam das Out knapp im Halbfinal. Im Doppel-Endspiel war schliesslich Thailand zu stark.

Nun kommt eine kurze aber intensive Vorbereitungszeit bis zu den nächsten Turnierhighlights - das Level-1-Turnier in England und die EM in Rotterdam im August.  

 

Hier findest du alle Medaillengewinner von Ottawa.

 

Gelungener Talentsichtungstag in Sursee

25 Kids der U15-Stufe nahmen am Samstag am Talentsichtungstag auf dem Campus Sursee statt. Die Hoffnungen der Regionalverbände RABV, BVRZ, BVO, BVN und BVZ trainierten unter der Leitung von U15-Nationaltrainerin Nicole Schaller. Ebenfalls im Einsatz für Swiss Badminton waren Sportdirektor Saber Afif als Trainer sowie Nachwuchschefin Vera Bagdasarjanz, die sich um die Organisation und die Elterninformation kümmerte. Bei Letzterer stand die Nachwuchsförderung von Swiss Badminton und der Selektionsprozess für das Juniorennationalkader im Vordergrund. Neben der Sichtung ging es auch um ein gegenseitiges Kennenlernen und den Austausch und auch der Bereich «are you ok?» wurde thematisiert.   

Der nächste Talentsichtungstag findet am 2. September in Yverdon statt, dannzumal für die Westschweizer Regionen plus Bern.  

 

 

Letztes SBJS-Turnier vor den Sommerferien

Die Sommerferien nahen mit grossen Schritten, doch für viele Nachwuchsspieler:innen steht vorher noch ein hartes Wochenende bevor. In Yverdon findet das letzte SBJS-Turnier statt und fast alle Top-Spiele:innen sind am Start, so zum Beispiel bei den U19-Mädchen Azkya Ruhanda und Leila Zarrouk.

Hier gehts zu allen Tableaux. 

 


Umfrage zum  Menstruationszyklus bei Freizeitsportlerinnen


Die Thematik "Menstruationszyklus im Sport" wurde lange vernachlässigt und es besteht dringender Aufholbedarf. Selina Zimmermann, Studierende an der Universität Basel, widmet sich in einer Umfrage dem Menstruationszyklus bei Freizeitsportlerinnen und möchte diese Lücke schliessen. Bitte mach auch du mit, und hilf so, mehr Informationen zu diesem Thema zu generieren.  

 

Hier findest du das Informationsschreiben

Und hier findest du den Flyer. 

Hier findest du den QR-Code, um an der Umfrage teilzunehmen. 


 

 

 


 

« Zurück